• Diesterweg-Os

4. Akademietag im Museum Industriekultur

"Wir bringen die Dinge in Schwung"

Bei sommerlichem Wetter und Temperaturen über 30° Celsius trafen sich die Diesterweg-Familien am 31.08. zum 4. Akademietag im Museum Industriekultur.

Technik und Antrieb waren die Themen, mit denen sich die Kinder und Eltern an diesem Tag auseinandersetzten und spannende Einblicke u.a. in die Geschichte des Osnabrücker Kohleabbaus bekamen.

Während einer Führung durch den 30 Meter tief gelegenen „Hasestollen“ erfuhren die Kinder Details über das beschwerliche Leben eines Arbeiters im Bergbau. So arbeiteten die Menschen nicht nur in totaler Dunkelheit (der Stollen wurde ausschließlich durch Petroleumlampen erleuchtet), sondern schlugen die Kohle mit Hammer und Meißel aus dem Felsen - manchmal sogar im Liegen. Wieviel Kraft die Arbeiter aufwenden mussten, war spätestens klar, nachdem die Kinder selber eine mit Kohle gefüllte Lore über die Schienen geschoben hatten.

Beim Bau, durch mit Gummibändern angetriebener Fahrzeuge, bekamen die Kinder ein grundsätzliches Verständnis des physikalischen Antriebs vermittelt, welches sie beim Konstruieren mit speziellen Lego Bausätzen noch vertiefen konnten.

Bewegte Geschichte lässt sich nicht nur erleben, wenn die historischen Dampfmaschinen in Betrieb gesetzt werden. Auch in der Sonderausstellung „Leben und Arbeiten in den 60-iger Jahren“ konnten die Familien eine alte Schreibmaschine ausprobieren, bestaunten einen laufenden schwarz/weiß Fernseher, ein altes Telefon und andere technische Geräte aus der Zeit. Große Augen bekamen die Kinder auch als sie die Fotos sahen, auf denen u.a. der Neumarkt – noch ohne Fußgängerzone in der großen Straße – zu sehen war. Ein originaler „Karmann Ghia“ aus den 60-iger Jahren in den Osnabrücker Karmann Werken gebaut wurde von den Kindern mit den Worten „der ist ja cool“ bewertet.

Für ganz Unerschrockene ging es abschließend auf den Gipfel des Piesberges, um dort die Windkraftanlage zu besichtigen. Wer es bis oben geschafft hatte, wurde noch mit einem eigenen Fossilienfund belohnt.