G4_Akademietag Museum Industriekultur

"Glück auf!"

Dieser Bergmannsgruß ertönte im Chor, aus den Mündern der 4. Generation und ihren Familien, am 07.03.2020 beim 2. Akademietag im Museum Industriekultur. Den meisten Kindern war dieser Ausruf gänzlich unbekannt, weswegen die Museumsführung sogleich die Erklärung nachreichte:  “Ich wünsche Dir viel Erfolg und dass Du bei Deiner Arbeit auf reiche Erze stoßen mögest.“

Einen Tag lang hatten die Kinder die Gelegenheit auf den historischen Spuren des Bergbaus zu wandern, lernten Technikgeschichte im Zuge der Industrialisierung kennen, und staunten über neuzeitliche Errungenschaften, wie Antrieb, Reibung und Motorleistung.

Gemeinsam fuhr die Gruppe im gläsernen Fahrstuhl in den 30 m tiefen „Haseschacht“, um danach den etwa 300 Meter langen Stollen, der ebenfalls nach dem wichtigsten Osnabrücker Gewässer benannt wurde, zu durchqueren. Die Kinder lernten, quasi im Vorbei- und Entlanglaufen, dass die Steinkohle „Anthrazit“ ein Brennstoff ist und hierfür besondere Öfen  zur Verbrennung erforderlich seien; und, dass der gleiche fossile Rohstoff sogar heute noch als Betriebsstoff genutzt wird. Weiter erfuhren sie, wie der Kohleabbau erfolgte und dass nach jahrzehntelangen Abbau am Piesberg, die Zeche nach schweren Wassereinbrüchen dann schließlich stillgelegt werden musste.

Als die historische Dampfmaschine in Betrieb genommen wurde, spürten, hörten und fühlten die Familien Technikgeschichte hautnah. Und um dies dann auch wirklich mit allen Sinnen erlebbar zu machen und spielerisch nachzuvollziehen konnten sich die Kinder mit einem Baukastenset von Lego-Technik und durch ein mit Gummibändern angetriebenes Fahrzeug selber in die Welt der Dampf- und Antriebstechnik hineinbasteln.

Abgerundet wurde der Tag mit einem längeren Fußmarsch zur Windkraftanlage. Wem bis dahin noch nicht die Puste ausgegangen war, nahm dann auch noch die letzten Schritte bis zur Aussichtsplattform am Piesberg in Angriff und genoss schließlich den Ausblick über Stadt und Land rund um Osnabrück.